Wieder gehen lernen – Silvias Weg mit MS und der RecoveriX-Therapie
- Florian Zupan

- Feb 23
- 2 min read
Updated: 4 days ago
Ein TV Beitrag von SAT.1 BAYERN:
Silvia Giebert ist 55 Jahre alt und lebt in Halbermoos bei München. 2016 verändert eine Diagnose ihr Leben von Grund auf: Multiple Sklerose, kurz MS – eine chronische Erkrankung des Nervensystems. Von einem Tag auf den anderen kann sie plötzlich nicht mehr gehen.
„Ich war fix und fertig. Ich habe natürlich auch viel geweint. Das war für mich eine Katastrophe – man kann nicht mehr laufen, man kann nichts mehr tun."
Als ausgebildete Krankenschwester muss Silvia ihren Beruf aufgeben. Die üblichen Therapien helfen ihr kaum oder sie verträgt sie schlecht. Dann stößt sie auf die sogenannte RecoveriX-Behandlung – eine Methode aus der Neurorehabilitation, die für sie einen Wendepunkt bedeutet.
Wie funktioniert die Therapie?
Das Prinzip klingt fast wie Science-Fiction, ist aber medizinische Realität: Patienten stellen sich eine Bewegung ganz bewusst vor. Eine EEG-Haube mit Sensoren misst dabei die Gehirnaktivität. Der Computer erkennt diese Signale und löst daraufhin eine gezielte elektrische Stimulation des entsprechenden Muskels aus – die Bewegung passiert tatsächlich. Durch diese Wiederholung entstehen neue neuronale Verbindungen im Gehirn.
Die Methode ist nicht nur für MS-Patienten geeignet. Auch Menschen mit Parkinson, nach einem Schlaganfall oder sogar bei komplettem Querschnitt können von der Therapie profitieren, da sich Muskelgruppen über das Gehirn neu anlernen lassen.
Silvias Fortschritte nach 8 Wochen
Nach 30 Sitzungen in acht Wochen sind Silvias Fortschritte sichtbar. Sie schafft heute wieder 1.500 bis 2.000 Schritte am Tag – ein Meilenstein, der für sie pure Lebensqualität bedeutet.
„Das funktioniert wieder ganz gut. Das ist für mich tatsächlich alles Lebensqualität, was jetzt gekommen ist."
Aktuell kann Silvia nur mit Begleitung spazieren gehen – doch allein die Tatsache, dass sie wieder geht, ist für sie ein riesiger Erfolg.
Ein Wermutstropfen: Die Kosten
So vielversprechend die Therapie auch ist – die Krankenkassen übernehmen die Kosten bisher nicht. Silvia hat über 4.600 € aus eigener Tasche bezahlt. Eine Hürde, die vielen Betroffenen den Zugang zu dieser innovativen Behandlung versperrt. Info: In Österreich werden Teile der Kosten von Versicherungsträgern übernommen.
Den dazugehörigen Videobericht kannst du dir hier ansehen:
Beitrag von SAT.1 BAYERN: https://www.youtube.com/watch?v=JrFmfQVUHw4




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