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4 Mythen über Bewegungstherapie bei Parkinson

Aktualisiert: 12. Mai 2022

Über die Krankheit Morbus Parkinson gibt es viele Missdeutungen, auch was die Therapie betrifft. Das liegt daran, dass Parkinson sehr komplex ist und unterschiedliche Facetten hat. Das Aufdecken von Mythen ist wichtig, um mehr Aufschluss über die Krankheit zu geben. Werfen Sie einen Blick auf einige Mythen über Physiotherapie bei Parkinson, um mehr über sie zu erfahren!


1. Das dominanteste Symptom bei Parkinson ist Zittern

FALSCH: Das Zittern ist eines von vielen Symptomen. Jede betroffene Person weist einzigartige Variationen der Symptome auf. Patienten:innen können neben den klassischen motorischen Symptomen (Zittern, langsame Bewegungen oder Steifheit) auch nicht-motorische Symptome wie vegetativ-autonome Störungen (z.B. Blutdruckregulation, Verdauung, Blasenfunktion), Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus oder sensorielle Störungen (z.B. Störung des Geruchssinns, Schmerzen) haben.



2) Parkinson kann nur mit Medikamenten behandelt werden

FALSCH: Bei Patienten:innen mit Parkinson wird eine Kombination aus einer Änderung des Lebensstils, richtiges und gesundes Essen und regelmäßige Bewegung empfohlen. Um einer Verschlechterung von alltäglichen Bewegungen entgegenzuwirken, ist es enorm wichtig, diese Bewegungen so gut wie möglich zu ergonomisieren und zu automatisieren. Hierdurch fällt es dem Gehirn leichter diese Bewegungen durchzuführen, wodurch wiederum die Ausdauerleistung vieler Bewegungen gesteigert oder zumindest gehalten werden kann.


3) Parkinson ist heilbar

FALSCH: Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung. Aus diesem Grund liegt das Behandlungsziel der Physiotherapie (in Kombination mit Medikamenten, Operationen, und Lebensstilmodifikationen) darin, die Symptome zu kontrollieren, die Selbstständigkeit der Patienten:innen zu erhalten, die Lebensqualität wiederherzustellen oder zu bewahren, Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder Komplikationen zu vermeiden.


4) Parkinson kommt nur bei älteren Menschen vor

FALSCH: Die Mehrheit der Patienten:innen mit Parkinson ist über 60 Jahre alt. Jedoch sind aber bis zu 10% der Fälle jüngere Menschen, teils von bestimmten erblichen Formen von Parkinson.


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